Alleinfutter – was ist das?

EG-Verordnung Nr. 767/2009 – Definition

Der Begriff Alleinfuttermittel bezeichnet ein Mischfuttermittel, das wegen seiner Zusammensetzung für eine tägliche Ration ausreicht.

Hierzu ein Harktfuhrer als Antwort auf Öko-Test 06/2000

Leider sind die Bezeichnungen und Deklarationen, die der Gesetzgeber auf den Verpackungen verlangt, für den Laien nicht immer verständlich. So werden z.B. die angegebenen Inhaltsstoffe, die ja reine Analysewerte sind, mit der Zutatenliste verwechselt, oder Alleinfutter wird interpretiert als Futter allein für eine bestimmte Tierart, oder es wird angenommen, dass deneben nichts anderes gefüttert werden darf. Die Bezeichnung „Hauptfutter“ trifft die Natur der entsprechenden Produkte eigentlich besser. Es handelt sich um ein Futter, welches die Hauptnahrung darstellen sollte. Daneben kann und darf aber selbstverständlich noch anderes gefüttert werden. Bemerkung: Öko-Test 06/2000 überprüfte 17 „Alleinfuttermittel“ für Wellensittiche. Davon waren 16 kein Alleinfutter.

Die Futtermittelindustrie zu Hunde- und Katzenfutter

Alleinfutter ist wissenschaftlich formuliert und ernährungsphysiologisch balanciert. Von jeder Art Zufütterung wird abgeraten, weil dadurch die Ausgewogenheit des Futters gestört werden kann.

Ein schwäbischer Papageienzöchter mit Futterverkauf

Alloifuatr hoißt so, weil alloi Fuatr drin isch und sonscht nix.
Übersetzt: Alleinfutter heißt so, weil allein (= nur) Futter drin ist
und sonst nichts – Gemeint war: In der Verpackung.

Der Zoofachhandel nicht selten

Kümmern Sie sich nicht um Deklarationen, die keiner versteht.

Ein vermutlich Irrer

„Alleinfutter“ bezeichnet den Rechtsanspruch eines Hundes, einer Katze, eines Ziervogels, oder einer anderen Tierart in menschlicher Obhut, wonach das gereichte Futter von einem Tier allein, ungestört und vor allem unbeobachtet verzehrt werden darf.

Die Staatsanwaltschaft Bonn

Sie tragen im Wesentlichen Ihre Bedenken gegen Trockenfutter als „Alleinfutter“ vor und berufen sich hinsichtlich der Wertigkeit des Produktes auf verschiedene namhafte Personen. Wie Sie ausführen, wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung für den Menschen empfohlen. Diese Bewertung entspricht anerkannten Grundsätzen der Gesundheit und des allgemeinen Wohlbefindens. Es liegt auf der Hand, dass diese Einschätzung auch auf die Tierwelt zutreffen muss.
Bemerkung: Es ging um die Futtermitteltests der Stiftung Warentest aus 2006 (Hundefutter): Von „sehr gut“ bis „mangelhaft“, gefolgt von 2008 (Katzenfutter): Von „sehr gut“ bis „mangelhaft“ und 2012 (Hundefutter): Von „sehr gut“ bis „mangelhaft“. Auch der Warentest
3/2014 (Katzenfutter): Von „sehr“ gut bis „mangelhaft“ zeigte Mängel selbst bei den Produkten der Marktführer. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag „Heute schon gerechnet?“.

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Die Verantwortung für die Herstellung und Zusammensetzung geeigneter „Alleinfuttermittel“ und damit auch dafür, dass Alleinfuttermittel aufgrund ihrer Zusammensetzung allein zur täglichen Ration ausreichen, liegt beim Hersteller solcher Futtermittel. Dies gilt auch für die Kennzeichnung und Aufmachung von Futtermitteln, die nicht irreführen dürfen, insbesondere hinsichtlich des vorgesehenen Verwendungszwecks oder der Merkmale des Futtermittels. Die Überwachung dieser Vorgaben obliegt allein den zuständigen Behörden der Länder. Den Ländern ist der vorgetragene Sachverhalt bekannt.

EU-Kommission, Referat Futtermittel, Tiergesundheit, Tierschutz
Bei der Anwendung der in der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 festgelegten Anforderungen müssen die Unternehmer die allgemeinen Grundsätze für die Kennzeichnung und Aufmachung befolgen. So dürfen die Kennzeichnung und Aufmachung von Futtermitteln gemäß Artikel 11 Absatz 1 der Verordnung den Verwender nicht irreführen, insbesondere hinsichtlich des vorgesehenen Verwendungszwecks oder der Merkmale des Futtermittels. Folglich müssen die Unternehmen bei der Verwendung von Begriffen wie „Alleinfuttermittel“ genau die in der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 festgelegten Begriffe und die Anforderungen an Alleinfuttermittel beachten. Gemäß Artikel 12 der Verordnung sind die Futtermittelunternehmer für die korrekte Anwendung dieser Verordnung verantwortlich. In den nationalen Rechtsvorschriften sind Sanktionen bei Verstößen gegen die Bestimmungen der vorliegenden Verordnung vorgesehen.

§ 2 Absatz 1 Tierschutzgesetz
Der Tierhalter ist zur artgerechten (= gesunden) Ernährung seines Tieres verpflichtet!