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Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Aufgrund der Beamtenlastigkeit sind viele Bewegungsabläufe in Bonn langsam. Insider sprechen sogar von sehr langsam. Zu den Pionieren der Langsamkeit zählt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Rochusstraße 1 – ROCHUS gilt als Schutzpatron gegen Seuchen. Er starb 1327 an den Folgen einer Medikamentenvergiftung.

Die sich in den letzten Jahren mehrenden Klagen dort anfragender Tierhalter machen Sorgen und sollen zu einschneidenden Veränderungen innerhalb des Ministeriums führen, wie zu hören ist. Insbesondere sei nicht hinnehmbar, dass Beschwerden zu Futtermitteln mit nichtssagenden Formschreiben oder mit Briefen beantwortet werden, die erkennen lassen, dass beim BMELV wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen und nicht, wie der Name des Ministeriums aussagt, der Schutz von Mensch und Tier.

Wegen der starken Interessenverflechtung von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, mit damit einhergehenden Geldflüssen, könne allerdings mit der Selbstreinigung solcher Systeme nicht gerechnet werden. Abhilfe sei deshalb nur von außen möglich, wobei Vorschläge gern gesehen werden.

So habe ein gewisser Jonathan Brown aus Cornwall, England, einen hervorragenden Ruf bei der Entfernung von Unrat und Schaffung neuer, bisher unbekannter Nutzräume, mit mehrfachen Vorteilen. Seine zukunftsweisenden Ideen habe er zuletzt beim Hummerfang bewiesen, indem Eier tragende Tiere ins Meer zurückgesetzt werden, wodurch künftig mit besseren Erträgen gerechnet werden kann als in den Jahren zuvor.

Vorgespräche zwischen J. Brown und der Regierung sollen bereits stattgefunden haben, in deren Verlauf dieser zu erkennen gab, er sei innerhalb einer zeitlich befristeten Tätigkeit bereit, seine Kenntnisse auch für Deutschland einzubringen. Die Mitte einer Legislaturperiode sei hierfür besonders günstig. Oktober 2007 – Berliner Pressedienst