Katzen

Von den in Deutschland gehaltenen cirka 5,5 Millionen Katzen
werden cirka 80 Prozent mit industriell hergestelltem
Fertigfutter (nass- und trocken) ernährt und davon wiederum
cirka 80 Prozent = 3,5 Millionen mit Trockenfutter. Anhand
der Bevölkerungszahlen mit 6 multipliziert ergibt dies cirka
21 Millionen „Euro-Katzen“.

Den Markt beherrschen multinationale Konzerne zu etwa 90%.
Alle mit eigener Forschung und dem Anspruch unübertroffener
Qualität ihrer Erzeugnisse. Angesichts dessen wundern
Futtermitteltests mit teils erheblichen Unterschieden selbst
innerhalb der eigenen Produktpaletten – Für Hundefutter, mit
Bewertungen zwischen „Sehr gut“ und „Mangelhaft“ für die
physiologische Qualität der als „Alleinfutter“ vertriebenen
Futtermittel, gilt ähnliches – So viel zu 50 Jahren Forschung
im Bereich Heimtiernahrung.

Ähnliches gilt für 50 Jahre Futtermittelkontrollen durch
Behörden. Anfrager, die von dort Antworten auf die Frage
erbitten, was hier eigentlich los ist, erhalten keine, oder
nicht selten alberne Antworten, oder, wie vom
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz (BMELV) Bonn, ein mehrere Jahre altes
Formschreiben. Wenn Sie dessen Inhalt interessiert, ersparen
Sie sich die Zeit, dortige Anfragen zu begründen. Ihre Bitte
um das „Formschreiben zur Alleinfutter-Lüge“ genügt.

Auch das noch

Die natürliche Nahrung der Katze sind Beutetiere. Mäuse und
Vögel bestehen zu 70 bis 80 Prozent aus Wasser. Weil
Trockenfutter die Feuchtigkeit bis auf 8 bis 10 Prozent
entzogen wurde, müssen Katzen für jedes Gramm Trockenfutter,
das sie fressen, mindestens das Drei- bis Vierfache an Wasser
zu sich nehmen. Doch auch wenn immer frisches Trinkwasser in
ausreichender Menge zur Verfügung steht, nehmen viele Katzen
nicht genügend Flüssigkeit auf, um diesen großen Bedarf zu
decken. Mangelnde Flüssigkeitszufuhr führt zu stark
konzentriertem Urin. Das ist, wie man inzwischen weiß, die
Hauptursache für die Entstehung von Harngrieß, Harnsteinen und
anderen Erkrankungen. Wenn Ihr Tierarzt das nicht weiß, gehen
Sie zu einem anderen. Weiß auch der nichts, verzichten Sie lieber
auf die Haltung einer Katze – Außer Sie wollen selbst für sie kochen.
Das ist so einfach wie beim Hund, soweit Sie einen Taschenrechner
haben. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag „Heute schon gerechnet?“.