D i c k u n d d ü n n (II)

Der anliegende Artikel ist ziemlich unsinnig. Zum einen wird natürlich im Dickdarm vieles resorbiert (Medikamente werden ja auch per Zäpfchen verabreicht!), zum anderen tritt Vitamin K-Mangel beim Hund nur in zwei Situationen auf:

1. Nach der Aufnahme von Rattengift, das eine Substanz enthält, die Vitamin K inaktiviert und

2. nach extrem langer antibiotischer Behandlung mit bestimmten Antibiotika. Die Folge sind dann Blutungen, da Vitamin K für die Blutgerinnung gebraucht wird. Ich frage mich, was der Autor zu verkaufen hat, wenn er solche Panik verbreitet, hinter solchen Artikeln stecken i.d.R. kommerzielle Interessen.

Mit freundlichen Grüßen Ludwig-Maximilians-Universität

Prof. Dr. Ellen Kienzle, München Datiert: 13.11.2006

Für diese Aussagen gegenüber einer Tierhalterin gibt es mehrere Erklärungen:

1. Die Professorin hat versäumt, sich dort kundig zu machen, wo man über solche Dinge Bescheid weiß – in Darmzentren oder im Bereich der Veterinärphysiologie.

2. Sie hat die Fehler übernommen, die andere bis hin zu ihrem Einzug in die Standardliteratur gemacht haben.

3. Sie dient der Futtermittelindustrie, indem sie so formuliert, wie man es dort gern sieht.

1. Januar 2007 – Peter Grunert