Heute schon gerechnet?

TEST – Stiftung Warentest 09/06 und Stiftung Warentest online vom 8.9.06:
Alleinfutter für Hunde: 50% unbrauchbar – Und auch der Rest taugt nichts.

TEST – Chef Hubertus Primus rät: Nehmen Sie einen Taschenrechner zur Hand

Geben Sie das Körpergewicht ihres Hundes ein, multiplizieren Sie es
zweimal mit sich selbst, drücken Sie die Ergebnistaste und dann zweimal
die Wurzeltaste, um die vierte Wurzel zu ziehen. Nun haben Sie die
sogenannte Stoffwechselmasse ihres Hundes. Die multiplizieren Sie mit 95.
Ergebnis: Der tägliche Energiebedarf ihres“ Hundes in Kilokalorien.
Multiplizieren Sie diese Zahl mit 4,187, und Sie haben den Energiebedarf
ihres Hundes in Kilojoule. Joule ist moderner.

Hierzu Frau Prof. Ellen Kienzle, Ludwig-Haximilians-Universität, München

08.11.2006: Die Rechnung von Stiftung Warentest ist korrekt. So können
Sie den Kalorienbedarf eines Haushundes errechnen. Ähnlich wie wenn Sie
selber Kalorien zählen, müssen Sie dann natürlich noch den Kaloriengehalt
im Futter kennen, um per Dreisatz zu errechnen, wie viel Futter der Hund
benötigt. Bei kombinierten Rationen aus mehreren Futtern muss die Summe
der aufgenommen Kalorien dem Bedarf entsprechen. Das muss man eben auch
für alle anderen Nährstoffe durchführen, und man muss es dann auch noch
beurteilen können. Dies ist zum Beispiel Gegenstand eines zweijährigen
Weiterbildungsgangs nach abgeschlossenem Studium der Tiermedizin
(Zusatzbezeichnung Ernährungsberatung Kleintiere). Eine Weiterbildung zum
Fachtierarzt für Tierernährung dauert sogar vier Jahre! Daher ist es
wenig sinnvoll, wenn Laien selbst anfangen zu rechnen. Es kommen so viele
Fragen, Sie brauchen so viele Bücher, dass die Kosten die einer
Rationsberechnung durch einen entsprechend ausgebildeten Kollegen oder
an einer tierärztlichen Weiterbildungsstätte erheblich überschreiten, vom
Zeitaufwand und den unerkannten Fehlern einmal abgesehen.

Sie erkennen unschwer: So komme ich mit meinem Hund nicht weiter.
Sie denken logisch: Ich werde Fachtierarzt, oder suche mir einen.
Sie stellen fest: Schade, beides klappt dort nicht, wo ich wohne.
Sie ziehen den einzig richtigen Schluss: Dann lieber keinen Hund.
Das ist klug: Wer keinen Hund ernähren kann, braucht auch keinen.
Auch Katzenhalter denken inzwischen ähnlich und Vogelhalter auch.